
| Bauart: | Neubau |
| Bauherrschaft: | Baukonsortium Sternenrank |
| Realisierung: | 2025-2027 (im Bau) |
| Visualisierung: | swissinteractive |
| Homepage: | www.sternenrank.ch |
Der Bebauungsplanperimeter befindet sich im Norden von Rumentikon und liegt von Osten bis Westen an einer langgezogenen Kurve der Schützenhaustrasse. Die angrenzenden Wohnbebauungen sind durch verschiedene Wohntypen wie Einfami-lienhäuser, kleinere Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser mit Schräg- und Flach-dächern geprägt. Im Norden grenzt das Grundstück an die Landwirtschaftszone.
Das Konzept der Wohnüberbauung Sternenrank basiert auf fünf Bauten, die am Rande des Perimeters angeordnet sind und sich um einen gemeinsamen Innenhof gruppieren. Der Innenhof übernimmt die Erschliessungsfunktion, dient zur Orientierung, Begegnung und zum Spielen. Die Eingänge der vier Mehrfamilienhäuser liegen direkt im Innenhof. Aufgrund der Parzellenform steht das Reihenhaus leicht abseits in der östlichen Ecke und ist von der Nordseite in Richtung der Landwirtschaftszone erschlossen.
Alle Gebäude weisen zwei Vollgeschosse und ein Attikageschoss auf. Auf ein drittes Vollgeschoss wurde verzichtet. Die zwei im Süden platzierten Bauten sind in ihrer Form abgewinkelt und passen sich so dem Kurvenverlauf der Strasse an.
Die Attikageschosse sind schlichte, rechteckige Aufbauten, einer ist abgewinkelt. Sie sind je nach Gebäude an der geeignetsten Lage platziert.
Alle Bauten weisen angemessene Abstände untereinander auf, womit in alle Richtungen sinnvolle und interessante Durchblicke und Transparenz entstehen.
Die Wohnüberbauung Sternenrank definiert den Bebauungsrand angrenzend an die Landwirtschaftszone neu. Die fünf Häuser sind architektonisch als Einheit wahrnehmbar. Sie sind sich sehr ähnlich und unterscheiden sich bei der Eingangssituation und der Ausbildung des Attikageschosses. Die zwei Häuser entlang der langgezogenen Strassenkurve wirken durch ihre Staffelung dynamischer als die anderen und passen sich den bestehenden, kleinmassstäblichen Häusern vis-à-vis an. Mit ihren Differenzierungen reagieren die fünf neuen Bauten situativ. Das Reihenhaus im östlichen Bereich unterscheidet sich zwar in seiner Typologie von den restlichen vier Gebäuden, ist aber mit der Aufnahme von vielen Details, Materialien und Farbe gut als Teil des Ensembles wahrnehmbar.
Entlang der Schützenhausstrasse und an den gut besonnten Lagen sind Aussenräume in Form von Veranden angeordnet. Durch gezielt verdichtete Stützenabstände weisen sie sehr gute räumliche Qualitäten auf und bieten mehr Privatheit.
Die Holzfassaden sind mit den durchgezogenen Metalllisenen horizontal gegliedert und mit den vertikalen, unregelmässig angeordneten Holzpfosten, wirken sie plastisch und mehrschichtig. Grosszügige Fensterfronten an den Süd- und Westfassaden und raumhohe ein- oder zweiflüglige Fenstertypen, die sich in der ganzen Überbauung wiederholen, tragen einen grossen Anteil zur Ensemble-Wirkung bei.